Thailand

Thai & buddh. Flagge
Thai & buddh. Flagge

Erst am späteren Nachmittag treffen wir an der Grenze zwischen Malaysia und Thailand an. Wir werweissen, ob wir wirklich noch am selben Tag über die Grenze sollen oder doch lieber am nächsten Tag in der Früh. Mäse setzt sich durch und so stehen wir schon bald vor der Barriere. Entgegen meinen Erwartungen aus den letzten Grenzerfahrungen verläuft jedoch alles unkompliziert und schnell. Innerhalb von 45min sind wir in Thailand, und erst noch ohne einen Rappen bezahlt zu haben. Die Zöllner sind freundlich und haben gearbeitet. Ich kann es fast nicht glauben, dass es auch solche Grenzen gibt.

Touristenattraktion

Kalksteinfelsen bei Krabi
Kalksteinfelsen bei Krabi

Unser erstes Ziel ist Krabi, eine schöne Gegend, die von Kalksteinfelsen durchzogen ist und als ein Kletterparadies gilt. Uns zieht es aber aus einem anderen Grund hierher. Wir wollen endlich wieder mal Pressluft atmen. Im touristischen Ao Nang finden wir einen Übernachtungsplatz auf einem öffentlichen Parkplatz. Für einmal sind wir nicht die Attraktion bei den Einheimischen, die sehr zurückhaltend sind sondern bei den Touristen. Immer wieder werden wir von Schweizern und Deutschen mit grossen Augen gefragt, wie wir denn das Auto hierhin gebracht hätten. Wenn wir antworten, wir seien mehr oder weniger alles gefahren, glauben uns die meisten kaum und sind sehr beeindruckt.

Dame mit Bass

Es hat sich so eingebürgert, dass Mäse von jedem neuen Ort eine Karte benötigt um sich zu orientieren. So steuern wir auch in Ao Nang eine Touristeninfo an und bitten um eine Karte. Eine junge hübsche Lady antwortet mit Bassstimme: „No map here!“ Wir erschrecken leicht und sind sicher, soeben dem ersten Ladyboy begegnet zu sein.

Höhlentrip im Kanu

Höhlenbesuch per Kanu
Höhlenbesuch per Kanu

In Thailand gibt es unzählige Strassenschilder mit Hinweisen zu Höhlen und Wasserfällen. Wir biegen auf gut Glück zu einer Höhle ab und landen auf einem grossen Parkplatz, wo wir sofort ein Kanu mieten und lospaddeln können. Nach drei Höhlen haben wir genug und paddeln immer der Nase nach weiter. Wir landen in dichten Mangrovenwäldern und müssen immer wieder Wurzeln und Baumstämmen im Wasser ausweichen. Es gibt unzählige Flussarme- und ärmchen und ich sehe uns schon irgendwo campieren, weil wir in diesem Labyrinth den Rückweg nicht mehr finden. Sieben Monate Autofahren mit Strassenschildern, die vielfach in einer unverständlichen Schrift verfasst sind, scheint unseren Orientierungssinn geschärft zu haben und wir kehren erfolgreich zum Ausgangspunkt zurück.

James Bond grüsst Russland

James Bond Insel
James Bond Insel

Nach einer kurzen Weiterfahrt halten wir schon wieder. Wir wollen zur James Bond Insel. Dies ist bereits der zweite James Bond Schauplatz auf unserer Reise. Treue Blogleser erinnern sich, der erste war in Udaipur in Indien. Ich werde mich wohl nach meiner Rückkehr mit James Bond Filmen befassen.

Bei dieser James Bond Insel sind Szenen aus „Der Mann mit dem goldenen Colt“ gedreht worden. Heute ist hier aber von einem goldenen Colt nichts zu sehen. Es wäre eine schöne Insel, doch ist sie mit russischen Touristen bevölkert und quillt von Souvenirständen über. Da sind wir in eine Touristenfalle getappt.

VIP Ausflug

Similan Island
Similan Island

Wir nähern uns Khao Lak, dem Ausgangspunkt für die Similan Islands. Dieser marine Nationalpark liegt 70km vor der Küste und gilt als einer der Top Ten Tauchplätze der Welt. Logo, mussten auch wir hier unseren Kopf unter Wasser halten. Beim ersten Tauchanbieter halten wir an. Wir stören ihn zwar gerade beim Essen, aber er sagt uns, was wir wissen wollen. Wir sind aber noch nicht überzeugt und finden einen Schweizer Anbieter. Eigentlich fährt er erst in zwei Tagen wieder zu den Inseln, doch extra für uns organisiert er ein Boot für den nächsten Tag, das uns zum eigentlichen Tauchboot und den Similan Island bringt. Und tatsächlich sind wir die einzigen zwei Gäste auf dem Boot. Wir fühlen uns wie VIPs, haben gemütliche wunderschöne Tauchgänge in glasklarem Wasser und mit so vielen Fischen, dass wir uns wie in einer Fischsuppe vorkommen.

Bangkok

Wat Phra Kaew
Wat Phra Kaew

Auf der Weiterfahrt nach Bangkok halten wir an einem Tankstellenrestaurant für ein Mittagessen. Im ersten Restaurant werden wir weggeschickt da wir uns nicht verständlich machen können. Im nächsten Restaurant haben wir mehr Glück, obwohl wir uns auch hier nur ohne Worte verständigen können. Ich habe keine Ahnung, was ich bestellt habe. Es stellt sich dann als geraffelte Gurke mit Erdnüssen, Rüebli und etwas Unbekanntem heraus. Auf alle Fälle fein.

Die Einfahrt nach Bangkok ist einfach, es gibt Expresshochstrassen ins Zentrum. Schwieriger ist es, die richtige Ausfahrt zu erwischen, weil alles in Thai angeschrieben ist und unser Navi nur sehr wenige Infos hergibt. Einen sicheren Übernachtungsplatz in einer Grossstadt zu finden ist aus Erfahrung nicht ganz einfach. Wir versuchen unser Glück beim Lumphinipark, werden dort aber weggeschickt. Auf dem Parkplatz eines Wat (=Tempel) sind wir erfolgreich. Ein Tourguide verrät uns, dass jeden Morgen um 5 Uhr die Mönche aus dem Tempel kommen und von den bereitstehenden Thais Essen erhalten. So ist unsere Tagwache für den nächsten Tag auch schon festgelegt.

 

Als wir am nächsten Tag um 5 Uhr aus dem Autofenster sehen, ist es noch stockdunkel und weder von Mönchen noch von Thais mit Essen etwas zu sehen. Nach einem Kaffe sind unsere Lebensgeister erwacht und auch die Mönche sind in der Zwischenzeit erschienen. Sie stehen bereit mit einer grossen Schüssel. Thais fahren mit ihren Autos vor, öffnen den Kofferraum oder stellen sogar einen Tisch bereit, wo sie Plastiksäcke gefüllt mit Lebensmitteln bereithalten. Die Mönche stellen sich in eine Schlange und holen sich alle ihren Plastiksack ab. Das alles geschieht ruhig und langsam. Das geht über mehrere Stunden so weiter. Wir haben irgendwann genug gesehen und brechen auf, um Bangkok zu entdecken. Wir besichtigen Tempel über Tempel mit unzähligen Buddhas: liegend, sitzend, stehend, den grössten und einer aus Jade. Beim grossen Buddha kaufe ich vier Spatzen in einem Käfig. Wer sie vor dem grossen Buddha fliegen lässt, wird für immer von Glück gesegnet sein und ein glückliches Leben haben. Da die Spatzenverkäuferin kein Retourgeld hat, steckt sie mir noch einen fünften Spatz in den Käfig. Da kann mit meinem Glück wohl nichts mehr schief gehen. Mir haben aber eher die Spatzen im Käfig Leid getan, als dass ich daran glaube, ab jetzt nur noch Glück zu haben.

Sagenumwobene ehemalige Hauptstadt

Räucherstäbchen
Räucherstäbchen

Nach der aktuellen Hauptstadt steht noch die ehemalige Hauptstadt auf dem Programm. In Ayutthaya gibt es viele Wiesen, so ist es einfach, einen Übernachtungsplatz zu finden. Hier sind die Spuren der Überschwemmungen ende letztes Jahr noch deutlicher zu sehen als in Bangkok. Wiesen sind teilweise noch unter Wasser und Tempel gesperrt. An den Hauswänden ist noch deutlich zu sehen, bis wo der Wasserstand gereicht hat. Ich hätte schwimmen müssen und Chevy hätte keine Chance gehabt, diese Stadt zu erreichen.

Auch hier wieder unzählige Tempel und Buddhas, die wir alle in einem Tag abspulen.

Fürs erste war das wieder mal genug Kultur. Unser nächstes Ziel ist Kambodscha.

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Kommentare: 4
  • #1

    Judith (Montag, 30 Januar 2012 04:28)

    Ho-oooi zaeme!
    Ich bin grad eui vorherige Blogiitraeg wieder mal am durelese gsi, und schwupps, isch grad en neue cho *freudeherrscht*
    Es isch schoen z lese, dass eui s Glueck unterdesse igholt haet, und ihr Suedostasie gnuessed. S Glueck vo de Spatze beruhet wohl uf Gegesitigkeit - bis sie s naechst Mal igfange und zum Wiederverkauf wieder is Chefi gsteckt werded! Fuer eui hoff ich natuerlich, dass es bis i alli Ewigkeit anehebt! Kuessli!

  • #2

    Gaby (Montag, 30 Januar 2012 12:33)

    Hallöchen ihr zwei, ich höckle grad am Compi und schla mich mit dämliche Inventarlischte ume und so, findi's natürli um so schöner, churz ä Pause z'
    mache und eui Neuigkeiten z'läse. Wauw, das tönt ja ganz toll und ich hoffe es wird mit em 5-fache Spatze Glück au hebe für ewig. Gnüssed witerhin eui Reis, jetzt nur no mit Glück und ganz viel tolle neue Idrück. Es ganz liebs Grüessli us em summerlich heisse Cape Town Gaby

  • #3

    Omi (Sonntag, 26 Februar 2012 15:05)

    Liebe Karin, Lieber Marcel
    Ich benütze den eher trüben Nachmittag, um eure gesamten Reiseberichte wieder einmal zu Gemüte zu führen. Neidisch wird man da ein bisschen-welch irsinnige Eindrücke müsst ihr euch gespeichert haben! Die verschiedenen Kulturen, die Mentalität der Menschen in all den bereisten Ländern-warum schreibt ihr nicht ein Buch oder dreht einen Film mit erlebten Abenteuern? Wo seid ihr jetzt wohl? Irgendwo wo die Sonne lacht und das Herz erwärmt- Geniessen auf jeden Fall!
    Bei uns zeigt das Wetter, das es irgend so etwas wie ein Frühling gibt. Die Sonne schickt uns ihre ersten lauwarmen Strahlen und Hoffnung kommt auf, dass das Hudelwetter in Pension geht. Zweimal durfte ich mich an Leyah und Judith erfreuen- so was goldiges bringt ein altes Herz zum "böpperle".
    Alles Liebe und gute Wünsche für eure Weiterreise ohne Stress und Aerger mit "Chevy".
    En Schmutz und gute Reise-vom viel an euch denkendem Omi

  • #4

    Gallus (Montag, 19 März 2012 09:05)

    Hallo Ihr zwei. Schön wieder mal Euren Blog zu lesen und immer wieder interessant was Ihr so erlebt. Passt auf Euch auf und hoffentlich sieht man sich mal wieder hier in Khao Lak.
    Herzliche Grüsse Conny, Gallus und das ganze Team

7. September 2012

Gleich zwei neue Blogbeiträge über unsere letzten Abenteuer und unsere Heimkehr sind online sowie die Fotos dazu.

 

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Übernachtungsplätze ab Kasachstan bis nach Deutschland sind online. 

 

4. September 2012

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